Geförderter Glasfaserausbau abgeschlossen: „Weiße Flecken“ in Kirchdorf an der Iller sind Geschichte
icon.crdate16.09.2026
Dreizehn Jahre nach den ersten eigenen Schritten der Gemeinde ist es so weit: In Kirchdorf an der Iller ist der geförderte Ausbau der sogenannten „weißen Flecken“ – also jener Adressen, an denen bislang weniger als 30 Mbit/s zur Verfügung standen – abgeschlossen.
Dreizehn Jahre nach den ersten eigenen Schritten der Gemeinde ist es so weit: In Kirchdorf an der Iller ist der geförderte Ausbau der sogenannten „weißen Flecken“ – also jener Adressen, an denen bislang weniger als 30 Mbit/s zur Verfügung standen – abgeschlossen. Rund 700 Adressen im Hauptort verfügen damit über einen leistungsfähigen Glasfaseranschluss. Darüber erhalten künftig mehr als 1.000 Wohnungen Zugang zu gigabitschnellem Internet.
Den ersten Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Breitbandversorgung ging die Gemeinde bereits 2013 aus eigenem Antrieb und ließ damals zunächst einen Netzausbauplan als Grundlage für alle weiteren Etappen erstellen. Ab 2014 wurden bei jeder Straßensanierung konsequent Leerrohre mitverlegt – ein langer Atem, denn öffentliche Fördermittel standen zu diesem Zeitpunkt noch nicht zur Verfügung. Erst als der Bund und das Land Baden-Württemberg ab 2019 entsprechende Programme auflegten, rückte ein flächendeckender Ausbau in greifbare Nähe. Es folgte ein zeitintensives und aufwendiges Antragsverfahren, an dessen Ende 2023 die Bundes- und Landesmittel bewilligt waren und der eigentliche Netzaufbau beginnen konnte.
Der Startschuss fiel schließlich Ende 2023. Verantwortet wurde die Erschließung der Gebäude im Rahmen des geförderten kommunalen Breitbandausbaus durch die Gemeinde selbst, die dabei von Komm.Pakt.Net – mittlerweile OEW Breitband GmbH – unterstützt wurde. Notwendig waren dafür umfangreiche Tiefbaumaßnahmen. Dabei wurden rund 19,1 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt und 26 Technikstandorte errichtet. Nach Abschluss der baulichen Arbeiten ging die neue Infrastruktur in die Hände der NetCom BW über. Die EnBW-Tochter übernahm die technische Fertigstellung – von der Prüfung und dem Einpflegen der Netzdokumentation bis zum Aufbau der aktiven Netztechnik – und wird das geförderte Netz künftig betreiben sowie die Kund*innen vor Ort versorgen.
Finanziell bewegt sich das Projekt in einer für eine Gemeinde dieser Größe beachtlichen Dimension: Die Ausbaukosten im Hauptort belaufen sich auf rund 7,5 Millionen Euro netto. Davon flossen etwa 6,6 Millionen Euro als Zuschüsse von Bund und Land an die Gemeinde. Für die Teilorte Unter- und Oberopfingen wurde der Ausbau auf die OEW Breitband GmbH übertragen, dort ist die Freischaltung des Netzes frühestens im kommenden Jahr vorgesehen.
Zur offiziellen Inbetriebnahme des Netzes im Hauptort trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde, der OEW Breitband GmbH, der NetCom BW sowie der an Planung und Bau beteiligten Unternehmen. Mit einem gemeinsamen Druck auf den eigens aufgestellten NetCom-BW-Buzzer gaben sie den symbolischen Startschuss für das neue Glasfasernetz.
Bürgermeister Rainer Langenbacher zeigte sich sehr zufrieden und erfreut über das nun vorliegende Ergebnis, dieser seit Jahrzehnten aufwändigsten und kostenträchtigsten Infrastrukturmaßnahme: „Für Kirchdorf ist das ein historischer Tag – und einer, auf den wir sehr lange hingearbeitet haben. Als wir angefangen haben, gab es weder Fördermittel noch eine Perspektive, wann es sie geben würde. Trotzdem haben wir Jahr für Jahr vorgearbeitet, weil absehbar war, dass der ländliche Raum sonst zurückbleibt. Heute sehen wir, dass sich dieser lange Atem gelohnt hat: Rund 700 Adressen, die bisher digital abgehängt waren, sind nun bestens versorgt. Dass wir ein Investitionsvolumen dieser Größenordnung dank der Förderung von Bund und Land stemmen konnten, war die entscheidende Voraussetzung. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Projekt mit großer Ausdauer zum Erfolg geführt haben.“
Für die Anwohner*innen beginnt damit die entscheidende Phase: Ab dem 21. September können die Anschlüsse in den erschlossenen Gebäuden bestellt werden. Welche Adressen bereits freigeschaltet sind, lässt sich über die Verfügbarkeitsabfrage unter www.netcom-bw.de/verfuegbarkeit prüfen.
Wer sich vorab persönlich informieren möchte, hat dazu gleich mehrfach Gelegenheit. Am Donnerstag, den 24.09.2026, laden die Projektpartner um 19 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in die Turn- und Festhalle in der Talstraße 26 ein. Dort werden das Netz, der weitere Ablauf und die verfügbaren Produkte vorgestellt, außerdem stehen die Beteiligten für Fragen zur Verfügung. Ergänzend bieten die NetCom BW und ihr Vertriebspartner PR Vertrieb individuelle Beratungen im Rathaus in der Rathausstraße 11 an – am Dienstag, den 29.09.2026, von 9 bis 13 Uhr sowie am Mittwoch, den 30.09.2026, von 10 bis 17 Uhr.
Alle Informationen zu Produkten, Tarifen und zur Online-Bestellung finden Interessierte unter www.netcom-bw.de/kirchdorf-an-der-iller
NetCom BW GmbH
Die NetCom BW GmbH mit Sitz in Ellwangen wurde 2014 gegründet und ist eine Konzerngesellschaft der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Mit ihren innovativen Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern Datenkommunikation, Standortvernetzung, Telefonie und Services ist die NetCom BW eine anerkannte Größe im heimischen Telekommunikations- und IT-Markt. Zu den Kunden der NetCom BW zählen Privathaushalte, Industrie- und Gewerbebetriebe sowie kommunale Einrichtungen. Mit dem unternehmenseigenen Daten- und Sprachnetz per Lichtwellenleiter von rund 32.000 Kilometern verfügt die NetCom BW über eines der größten und modernsten Glasfasernetze in Baden-Württemberg.



